Theater
Kindertheater
Psychodrama

Sylvia Deinert
(mit Sibylle Peters, Tine Krieg, Kai van Eikels)
Das WIE zum Sprechen bringen – Postdramatische Stückentwicklung
im Kindertheater
mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen, teilweise farbig, 2005, 140 S. Euro 15,80         
Bestell-Nr. 11-05

In dem neuen Buch zur Stückentwicklung im Kindertheater beschreibt Sylvia Deinert vom FUNDUS THEATER Hamburg den Entstehungsprozess des experimentellen Theaterprojektes „Kopf an Kopf“, das selbst die Frage nach dem Wie, dem Was und dem Warum von Entwicklung zum Thema hat. Die vorliegende Publikation gibt Aufschluss über das schrittweise forschende Vorgehen bei dieser Arbeit und erläutert seine Grundlagen. Auf diese Weise entstand kein Rezeptbuch aus der Kindertheaterwerkstatt, wie man z. B. einen Theatertext in angemessener Weise auf die Bühne bringt. Es ist eher ein Mutmacher zu unkonventionellen Vorgehensweisen, schrittweisem Probehandeln und assoziativen Zugängen.
Die vom FUNDUS THEATER entwickelten Stücke und Darstellungsformen entführen das Publikum ins Paradies der Zeichen – dorthin, wo Bild und Sprache, Geste und Material, Tanzfigur und Geräusch gleichberechtigt nebeneinander stehen. Figurentheater und Schauspiel spielen auf der Bühne des FUNDUS THEATERs zusammen. „Postdramatisches Theater“ – das bedeutet hier, dass an die Stelle, die zuvor die szenische Arbeit am dramatischen Text innehatte, die Transformationen der Figuren treten. Der Begriff „Figuren-Theater“ bekommt bei der Stückentwicklung des FUNDUS THEATERs eine konkrete Füllung.
Die im Buch beispielhaft reflektierte Theaterproduktion „Kopf an Kopf – ein Kreuzbildrätsel aus der Zukunft“ erzählt von der Herstellung eines ‚Superhirns’. Das ‚Superhirn’ – ein ans individuelle Gehirn anschließbarer digitaler Wissensspeicher – wird nicht einwandfrei kopiert, und der Kopierfehler entwickelt sich zu einem lernfähigen und recht sympathischen kleinen Virus mit eigener Identität. 1994/95 entstanden nimmt „Kopf an Kopf“ vieles von dem vorweg, was in Filmen wie „Matrix“ kurze Zeit darauf weltweit ein Massenpublikum in Bann schlug: 

Hier wie dort geht es um die problematische Symbiose von digitaler Technik und menschlichem Wahrnehmungs-, Denk- und Erinnerungsvermögen.
Neben einer detaillierten Beschreibung des Entwicklungsprozesses dieses Stückes vom ersten Brainstorming bis zu den Aufführungen
und dem Dialog mit dem Publikum liefert das Buch eine Vielzahl von Überlegungen zu Fragen der kreativen Entwicklung, der freien Theaterarbeit für Kinder und zu den Möglichkeiten des Figurentheaters. Orientierungsfragen zu Kernproblemen der Stückentwicklung eröffnen jeden Abschnitt. „Spielregeln“ motivieren dazu, sich eine eigene Theorie innerhalb der persönlichen Praxis zu erarbeiten. Ein reichhaltiges Anschauungsmaterial aus Zeichnungen, Arbeitsdiagrammen, Proben- und Aufführungsfotos ergänzt den Text.

Daniel Feldhendler
Psychodrama
und Theater der Unterdrückten
2. erweiterte Auflage ,1992, 144 S.
Euro 16,00
                
Bestell-Nr. 11-06

Der Universitätsdozent, Theaterpädagoge und Psychodramaleiter Feldhendler verbindet in seinem Buch den Theateransatz Augusto Boals („Theater der Unterdrückten“) mit Elementen aus Morenos Psychodrama. Diese Synthese zeigt für Erziehung und Therapie neue Entwicklungswege.

Stephanie Vortisch / Helga Bachmann
Drachen gibt's hier nicht
150 Kinder spielen die Geschichte
ihrer Stadt - Ein Theaterprojekt an der Grundschule - Praxishandbuch, 1987
142 S.,
Euro 14,90
                 
Bestell-Nr. 11-07

Ein ungewöhnliches Projekt: Ein Jahr lang arbeiten alle Klassen einer Grundschule an einem Theaterprojekt über die Geschichte ihrer Stadt zum Thema Mittelalter. Herausgekommen ist eine Dokumentation, ein Praxishandbuch als sinnfälliges Beispiel, wie lebendiges Lernen und kreatives Spiel an einer Schule verwirklicht werden können. Das mit Fotos und Zeichnungen reichhaltig ausgestattete Buch macht jedem pädagogisch tätigen Menschen Mut, ähnliche Projekte mit Kindern zu wagen. Stücktext und Anleitung zu körperbetonten Darstellungsformen wie Tanz, Pantomime, Clownerie, Masken- und Schattenspiel geben, zusammen mit den Anleitungen zu Kostümen und Requisiten, ein gutes Beispiel für Theater mit Kindern.