PUPPENTHEATER / OBJEKTTHEATER

Puppentheaterstücke

Walter Büttner
Die Reise nach Ostindien
Ein Kasperspiel in Variationen
herausgegeben von P. K. Steinmann
2. Aufl., 2003, 80 S., Spiralbindung
Euro 14,90 
                     
Bestell-Nr. 11-76

Birgit Hechler
Das geht vorüber –
Puppentheaterstücke für Erwachsene
mit Radierungen und Fotos, 150 S.,
4. erw. Auflage 2007, Spiralbindung, A 4
Euro 19,80
                     
Bestell-Nr. 11-77

Die Autorin präsentiert hier sechs Stücke, die zwar im Märchen- und Kaspertheatermilieu spielen, sich aber in erster Linie an ein Erwachsenenpublikum richten. Birgit Hechlers witzig-phantasievolle Stücke sind für einige Überraschungen gut.
So kann es durchaus vorkommen, dass sich die Prinzessin in den Teufel verliebt, weil er sie mit seinen Feuerkunststückchen in den Bann gezogen hat. Auf diese und auf andere Weise werden eingefahrene Märchengeleise zwischen Ober- und Unterwelt unterwandert, und es entstehen abenteuerlich neue Touren des altbekannten Themen-Karussells von Liebessehnsucht, Eitelkeit, Verführung, Gier, Falschheit und Machtlust. Die Puppentheaterschöpfungen von Birgit Hechler erleben späestens dann philosophischen Tiefgang, wenn der Tod als Hintergrundfigur während eines ganzen Stückes präsent bleibt und die Puppenspielerin gegen Ende gar die Puppen aus der Hand legt, ganzkörperlich in die Rolle des Todes hineinschlüpft und so vor die Bühne tritt, während die Figuren auf der Bühne „fremdgeführt“ weitermachen.
 

Oskar Paul / Wilhelm Hauff
Kalif Storch - Marionettenspiel
Die Geschichte vom Kalif Storch -
Märchen, 2002, 48 S., Spiralbindung
Euro 10,00 
                    
Bestell-Nr. 11-78

Oskar Paul war künstlerische Leiter des Städtischen Marionettentheaters Bad Tölz. Er hält sich in seiner Fassung des Märchens im Handlungsablauf und in den Dialogen an das Original, bringt jedoch so viele aktuelle Bezüge und Anspielungen, dass allein schon das Lesen ein Vergnügen ist.
 

dto.
Schneekönigin
oder Neues aus dem Feenreich 
ein Marionettenstück sehr frei nach
H. Chr. Andersen, 1993, 64 S.
Euro 9,00
                         
Bestell-Nr. 11-79

Die Lektüre des Textes läßt an den ausführlichen und anregenden Regieanweisungen den alten Theaterhasen mit starkem Ausleger zum Musiktheater erkennen. Die Bearbeitung des Stoffes, die Textgestaltung Oskar Pauls ist witzig, pfiffig und mit leichten Anspielungen auf den Zeitgeist versehen. Kenner werden Spaß daran haben, dem liebenswert-querköpfigen Charme zu begegnen, der manchem Theatertext aus dem bayrisch-österreichischen Raum zu eigen ist
 

Ingrid Ramm-Bonwitt
Pulcinella, Kasper & Co –
Eine multikulturelle Puppenposse,
1997
68 S.,
Euro 8,00
                         
Bestell-Nr. 11-80

In Frankreich treffen sich zum „Festival mondial“ die komischen Puppenfiguren der ganzen Welt. Diesmal agieren die Puppen als Menschen. Die sich daraus entwickelnde Posse trägt als theatralische Aktion aktuelle Züge - „ganz wie im wirklichen Leben“. Der Text ist mehr als Lesestück bzw. als Vorlage zur Dramatisierung gedacht.
 

Karl Simrock / Gustav Dubelowski-Gellhorn
Fredi Hostettler

Faust auf der Puppenbühne
außerdem mit „Drei Puppenspiele vom Doktor Faust“, herausgegeben von J. Lewalter u. J. Bolte, 73 S.,
Reprint, Spiralbindung
Euro 18,00
               
Bestell-Nr. 11-81

 

Steinmann, P. K.
Die kleine Form
Szenen für das Figurentheater,
2. Aufl., 2006 48 S.,
Euro 9,80
Bestell-Nr. 11-82

„Die kleine Form ist der leichtgewichtige Bruder
des abendfüllenden Stückes“ - so ist dem Autor eine lockere Folge sprachspielerischer und gestischer Minidramen für das Figurentheater gelungen. Diese teilweise witzig-absurden und makaber-grotesken Spielszenen hat Steinmann zusammen mit seiner Frau Benita im eigenen Theater in Berlin und auf Tourneen in immer neuen Konstellationen und Variationen unter dem Titel „Hände, Puppen und Musik“ gespielt. Mit der Veröffentlichung des Buches „Die kleine Form“ dokumentiert der Autor einerseits eine Facette seiner Theaterarbeit und bietet andererseits Spiel-Anregungen für die Leser.

Benita und P. K. Steinmann

Igitt-Igitt
Ein Stück über Vorurteile
im Anhang: Ein Spiel entsteht – Notizen zum Arbeitsprozess,
2007, 44 S., Spiralbindung, Format A 4, Euro 9,80
Bestell-Nr. 11-83

Das hier vorgelegte Stück, das 1973 Premiere hatte, ist im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen in Folge der studentischen Protestbewegung, der „1968-er“ zu sehen. Die darin behandelte Problematik, wie Vorurteile entstehen und wie man damit umgehen kann, ist nach wie vor aktuell. Dieses Stück gehörte zu den ersten, in dem die offene Spielweise im Puppentheater praktiziert wurde. Benita und P. K. Steinmann machten so auf der Grundlage gründlich durchdachter Stück- und Regiekonzeption und durch ihr lebendiges Zusammenspiel aus „Igitt-Igitt“ eine vergnügliches Theatererlebnis mit hohem reflektorischen Tiefgang.

 

Susa Vischer
puppen theater märchen -
Drei Stücke für Figuren
Spiralbindung, A 4, 72 S., 2000
Euro 14,90 
               
Bestell-Nr. 11-84

Es handelt sich hier um Bearbeitungen beliebter Märchen von Wilhelm Hauff - „Zwerg Nase“ und „Kalif Storch“ - sowie eines unbekannten Märchens der Gebrüder Grimm: „Der alte Sultan“. Susa Vischer hat die Märchenstoffe maßgeschneidert und auf die technischen und personellen Gegebenheiten einer Stabpuppenbühne für Kinder konzipiert und auch Regie geführt. Angereichert werden die Stücke durch Lieder, für die der Komponist Chuck Quinn die Musik geschrieben hat. Die Ergebnisse können sich sehen und hören lassen: modernes, witziges Märchen-Puppentheater für Kinder. Dabei werden Märchen- und Theaterfreunde gleichermassen ihren Spaß haben, wenn etwa der Knochen des altgedienten Hofhundes unter dem Namen „Osso Buco“ lebendig wird, spricht und als Person handelt oder wenn die Wildsau aus dem Grimmschen Märchen als reifes, liebenswertes Hausschweine-Fräulein „SUKI“ auftritt und mithilft, eine ganze Wolfsmeute zu verjagen.
 



Jochen Weber-Unger
Genovefa – Die Legende
auf der Puppenbühne
1996, 194 S.,
Euro 16,00
                 
Bestell-Nr. 11-85

Der Autor hat mit „Genovefa“ eine Reise in die Vergangenheit unternommen. Er ist den Spuren einer Legende nachgegangen, die vor allem auf dem Marionettentheater des 19, Jahrhunderts eine nachhaltige Wirkung gezeigt hat. Die Geschichte der zu Unrecht der Untreue beschuldigten Frau, die auf wunderbare Weise im Wald mit ihrem Kind überlebt und rehabilitiert wird, hat viele Generationen tief berührt. Weber-Unger bringt in seiner Veröffentlichung neben einer Fülle von Material den Spieltext von Carl Engel, die Textversion der Marionettenspieler-Familie Dombrowski und das Spielbuch des Leipziger Dürerbundes von Wilhelm Faust. Der Kern der Legende hat es bewirkt, dass Genovefa auch heute noch aktuell ist und in immer neuen Abwandlungen als Schauspiel und als Puppentheater gespielt wird.
 

Günte Zobel
Sekkyo-Bushi und Noroma. Japanische Puppenspiele von der Insel Sado
1980, 50 S.,
Euro 9,00
                    
Bestell-Nr. 11-86

Christian Noack
Stücke für das Figurentheater

2006, 260 S., Euro 19,80
Bestell-Nr. 11-87

Dr. Christian Noack, von Hause aus Naturwissenschaftler, leitet seit 1973 das Figurentheater der Humboldt Universität Berlin. In dieser Zeit hat er unermüdlich und mit großem Engagement Studenten, Uni-Assistenten und andere Interessierte für das Spiel mit Figuren begeistert, spielte selbst mit, führte Regie und schrieb die Stücke. Mit den Ausdrucksmitteln des Figurentheaters hat Noack neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im besten Sinne „Liebhaber-Theater“ gemacht und sich damit bewusst in einem Freiraum bewegt, in dem man als Künstler weniger den finanziellen Zwängen von „Profi-Theatern“ ausgesetzt ist. Diese Arbeitsform ermöglichte es auch eher, dem Druck der politischen Zensur in der DDR auszuweichen. Die vor-liegenden Stücke sind teils für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene gedacht. Bei den Inhalten fällt auf, dass europäische Mythen- und Märchenstoffe („Die Argonautensage“/ „Glückskind“ / „Krautesel“ und „Arenia hurra !“), die Adaption eines klassischen Stoffes aus unserem Kulturraum („Fräulein Paulmanns Heirat“, nach einer Geschichte von E. T. A. Hoffmann), aber auch ein wichtiger außereuropäischer Mythos wie „Gilgameš und Enkidu“ der Stücksammlung eine besondere inhaltliche und sprachliche Charakternote geben. Das Buch von Christian Noack dokumentiert, wie auf der Bühne durch offene Spiel- und Mischformen von Figurentheater, Maskenspiel und Schauspiel Aufführungen zu einem ungewöhnlichen, lustvollen Erlebnis für das Publikum werden können.