PUPPENTHEATER / OBJEKTTHEATER

Geschichte

Olaf Bernstengel / Gerd Taube
Gina Weinkauff (Hg.)
„Die Gattung leidet tausend Varietäten...“ Beiträge zur Geschichte der lustigen Figur im Puppenspiel, 1994, 210 S.
Euro 18,00
                       
Bestell-Nr. 11-48

Die hier vorgelegten Beiträge entstanden zu einem Symposium über die lustige Figur, das von der UNIMA (Union Internationale de la Marionnette) im Münchner Stadtmuseum (Pupentheatermuseum) abgehalten wurde und zu dem sich neunzehn Kasperforscher aus fünf europäischen Staaten zusammenfanden. Die Ergebnisse der Wissenschaftler bestätigen die Arbeit der Praktiker, die wiederum von den Zuschauern beklatscht wird: Der Kasper ist nicht totzukriegen, denn der hat schon allemal dem Tod auf der Bühne mit der Pritsche das letzte Geläut gegeben.
 

Gerd Bohlmeier
Puppenspiel 1933 - 1945 in Deutschland
1985, 198 S.,
Euro 18.,00
                     
Bestell-Nr. 11-49

Das Puppenspiel im Dienste der nationalsozialistischen Ideologie in Deutschland.
 

Chemnitz, Carl Wilhelm
Über den nachtheiligen Einfluß der jetzt gewöhnlichen Marionettenspiele auf den religiösen und sittlichen Zustand der unteren Volksklassen Reprint v.1805, 90 S.,
Euro 12,80
                     
Bestell-Nr. 11-50
 

Rolf Mäser (Red.)
Theatrum mundi –
Mechanische Szenen in Volkskunst und Puppenspiel
1984, 82 S.,
Euro 14,80
                      
Bestell-Nr. 11-51
 

Jan Malik
Das Puppentheater in der Tschechoslowakei
1948, 96 S.,
Euro 9,00
Bestell-Nr. 11-52

Johannes Minuth
Das Kaspertheater und seine Entwicklungsgeschichte –
Vom Possentreiben zur Puppenspielkunst
1996, 196 S.,
Euro 16,00
                       
Bestell-Nr. 11-53

Mit diesem Buch hat Minuth den historischen Hintergrund seines Metiers auf der Grundlage der zeitgenössischen Puppentheaterforschung erarbeitet. Er versteht es, die wichtigsten Linien der „Kaspertheatergeschichte“ aufzuzeichnen und sie in leicht verständlicher Form zu präsentieren. Der Leser findet in dieser chronologisch gegliederten Abhandlung einen handlichen Überblick über die Geschichte des Handpuppenspiels in der typisch deutschen Ausprägung des Kaspertheaters. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Darstellung der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.

Hans Netzle
Das Süddeutsche Wander-Mario-
nettenheater und seine Puppen-
schauspiele
, 2005, 320 S.
Euro 28,00
Bestell-Nr. 11-54

Mit diesem Buch ist ein Standartwerk erschienen, das vor fast siebzig Jahren zum ersten mal herausgegeben wurde: „Hans Netzle, Das Süddeutsche Wander-Marionettenheater“. Diese Publikation wurde jetzt erweitert durch ein unveröffentlichtes Manuskript des Autors „Das süddeutsche Puppenschauspiel“. Herausgeberin und Initiatorin dieses ungewöhnlichen Buchprojektes ist die in Berlin lebende Tochter Netzles, Ursula Volbehr, die in den Archiven des Puppentheatermuseums im Münchner Stadtmuseum auf das Manuskript, auf Fotoplatten und den Schriftwechsel ihres Vaters gestoßen war. Hans Netzle „entdeckte“ zu Beginn der 1930-er Jahre bei seinen Forschungen zum süddeutschen Barock auch die wandernden Marionettentheater dieser Gegend. Er begeisterte sich dafür besonders deshalb, weil auf diese Weise eine authentische Theaterform aus der Barockzeit lebendig blieb. Sein Interesse an der Lebens- und Spielweise und der besonderen Theaterform dieser Menschen mündete ein in erste Publikationen und weitere Forschungen. Netzle setzte diese Arbeit auch als Soldat im Zweiten Weltkrieg fort, und er hätte wohl nie damit aufgehört, wenn er nicht als Kriegsgefan-gener im März 1946 im Alter von vierundvierzig Jahren verstorben wäre. Die neue Publikation der Forschungsergebnisse Netzles wird mit einer kongeniale Einführung in die Thematik durch Olaf Bernstengel, der u. a. über sächsische Wandermarionettentheater publiziert hat, in den Bezug zur heutigen Zeit gestellt. Ursula Volbehr beschreibt im Vorwort sowohl Persönlichkeit, als auch Lebens- und Arbeitsweise Hans Netzles, dieses ungewöhnlichen Menschen.
 

Walter Puchner
Fasulis, 1978, 38 S.
Euro 9,00
Bestell-Nr. 11-55

Eine Abhandlung über griechisches Puppentheater italienischen Ursprungs aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Hans Richard Purschke
Die Puppenspieltraditionen Europas
Deutschsprachige Gebiete, (Marionetten, Handpuppen, Stockpuppen, Krippentheater),
1986, 378 S.,
Euro 24,00
Bestell-Nr. 11-56
 

dto.
Puppenspiel und verwandte Künste in der Freien Reichsstadt Frankfurt/M.
1980, 184 S.,
Euro 19,80
                  
Bestell-Nr. 11-57
 

dto.
Die Entwicklung des Puppenspiels in den klassischen Ursprungsländern Europas - Ein historischer Überblick
1984, 450 S.,
Euro 29,80
                  
Bestell-Nr. 11-58

Einzelne Aspekte zur Puppentheatergeschichte vom Altertum bis in 19. Jahrhundert. Im Anhang: Puppenspiel in Frankreich, England und Belgien.
 

Andrea Schmidt
Zwischen Tradition und Experiment
Anmerkungen zu Puppenspiel und Avantgarde, zur Fortschreibung von Traditionslinien und zum Aufbau von Institutionen – unter besonderer Berücksichtigung der Aktivitäten Fritz Wortelmanns, herausgegeben vom Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst in Bochum (dfp), 2002, 130 S.,
Euro 14,00
                  
Bestell-Nr. 11-59

Dass in dieser Dokumentation die Aktivitäten des Theaterwissenschaftlers Fritz Wortelmann besonders berücksichtigt werden, hat seinen Grund in deren nachhaltiger Wirkung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wortelmann die treibende Kraft für die Gründung des Deutschen Instituts für Puppenspiel (DIP), eines Internationalen Puppentheaterfestivals und einer Figurentheaterschule. Die heute in Bochum bestehenden Einrichtungen dfp, Figurentheater-Kolleg und das renommierte Festival „Figurentheater der Nationen – FIDENA“ verdanken sich letztlich dieser grundlegenden Initiative. Andrea Schmidt beschreibt das Wirken Wortelmanns im Kontext der Entwicklung des traditionellen künstlerischen Puppenspiels und in Gegenüberstellung zu avantgardistischen Entwürfen der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts und schließt mit einem kurzen Ausblick auf aktuelle Fragestellungen.
 

Rike Reiniger
„Heute und täglich Wunder“
Geschichte(n) des tschechischen Puppentheaters,
2007, 38 S., Euro 10,00 
Bestell-Nr. 11-60

Die Autorin sieht in ihrer Abhandlung die Geschichte des tschechischen Puppentheaters nicht allein als linear-chronologisch verlaufendes einheitliches Ganzes an. Für sie steht z.B. die politisch-kulturelle Wirkung der bis in die Barockzeit zurückgehenden Entwicklung des traditionellen Wandermarionettentheaters durchaus im Zusammenhang mit einer „nationalen Wiedergeburt“. Einen anderen starken Einfluss auf die tschechische Puppentheatergeschichte im 20. Jh. misst Rike Reiniger u.a. den Pädagogen und Amateuren zu, die in ihrer Freiheit vom Broterwerb mit erzieherischen und künstlerischen Konzepten experimentieren konnten.

 

Silke Technau
Zu Besuch in der Kasperbude
Streifzüge über den Jahrmarkt ins Figurentheater, 132 S.; 1992
Euro 14,00
                  
Bestell-Nr. 11-61

Als Ausgangspunkt und Hauptobjekt ihrer Forschung wählte die Autorin den inzwischen verstorbenen Kasperspieler Walter Büttner.
Er war einer der wenigen, der das rituelle Jahrmarktskasperspiel als Familientradition „geerbt“ hatte. In Anlehnung an Eugenio Barba und Richard Schechner stellt Silke Technau aus der Sicht der Theateranthropologie Bezüge zu ihrer eigenen Spielweise her und empfängt aus der Weisheit des Jahrmarktskasperspiels Impulse für moderne Inszenierungen.