PUPPENTHEATER / OBJEKTTHEATER

Theorie / Therapie

Gudrun Gauda (Hg.)
Puppen- und Maskenspiel in der Therapie
Aus der Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel e. V. 2004, 166 S.,
Euro 14,00
Bestell-Nr. 11-19

Die Herausgeberin und Mitautorin des Werkes,
Dr. Gudrun Gauda, hat sich als Diplom-Psychologin mit eigener Praxis für Kinder- und Familientherapie auf die Arbeit mit Formen des Puppenspiels spezialisiert. Zusammen mit neun weiteren Autorinnen und Autoren werden in dem vorliegenden Band theoretische Grundlagenartikel über die Ansprüche an therapeutisches Arbeiten mit Puppen und die Wirkung der Maskenarbeit vorgestellt. Praxisbezogene und nachvollziehbare Anwendungsbeispiele aus den Gebieten Kinderpsychotherapie, Heilpädagogik, Sprachheilpädagogik, Mototherapie, Erzieherausbildung u. a. runden das Bild ab.
Die therapeutische Arbeit mit Puppen- und Maskenspiel hat im deutschsprachigen Raum besonders in den letzten Jahren zugenommen. Daran war sicher die Deutsche Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel (DGTP) maßgeblich beteiligt. Dieser Zusammenschluss von Fachleuten feiert 2004 seinen zwanzigsten Geburtstag. Das ist auch der Anlass, aus dem heraus die vorliegende Sammlung publiziert wird. Im Anhang des Buches finden interessierte Leserinnen und Leser eine Adressliste von DGTP-Mitgliedern mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten, die bereit sind, ihr Wissen weiter zu geben.
 

 

Walter Kipsch
Bemerkungen zum Puppenspiel
1936 – 1990. Eine Auswahl
1992, 224 S.,
Euro 24,00
                        
Bestell-Nr. 11-20

. . . es fing damit an, dass Kipsch zu Beginn der dreißiger Jahre als junger Hauslehrer im Wagen eines Zweiges der berühmten Schichtls mitreiste. Dieses Abenteuer ganz besonderer Art entfachte in ihm eine lebenslange Liebe zum Puppentheater, die der Autor selbst eine Passion nennt . . . Kipschs schriftstellerische Arbeiten im Verlauf von fast sechzig Jahren liegen nun gesammelt vor. Seine theoretische Auseinandersetzung mit dem Metier gipfelte in der 1985 herausgekommenen Schrift „Zur Systematik und Terminologie des Figurentheaters“ - sie wird als Faksimile im Anhang des Buches wiedergegeben. Eine weitere besonders verdienstvolle Abhandlung beschäftigt sich mit der „Geschichte der deutschen Puppenspielzeitschriften von 1923 bis 1988“.
 

Heinrich von Kleist

Über das Marionettentheatermit einem Beitrag von Wolfgang Kurock
2007, 24 S., Euro 6,00  Bestell-Nr. 11-21

 

Werner Knoedgen

Das unmögliche Theater -
Zur Phänomenologie
des Figurentheaters
1990, 138 S.,
Euro 16,00
Bestell-Nr. 11-22

Der Autor setzt sich in seinem Buch grundlegend mit Theorie und Praxis von Erscheinungsformen des Figurentheaters auseinander. Neben den Traditionen dieses Metiers behandelt er schwerpunktmäßig neuere Gebiete wie Materialtheater, Objekttheater und darüber hinaus das Spiel mit der Maske. In seiner Auseinandersetzung mit dieser „alten“ Spielform betritt der Autor Neuland. Seine Überlegungen loten die spannenden Beziehungen zwischen Figur, Rolle und Spieler aus, er untersucht die Wirkungsweisen von Material und Figur und der durch das Spiel entstehenden Bilder. Das Probier- und Aktionsfeld für Knoedgens Auseinandersetzung mit der „Moderne“ des Figurentheaters ist der „Studiengang Figurentheater“, eine Abteilung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, die er seit 1983 zusammen mit Albrecht Roser aufgebaut hat, und deren Leiter Knoedgen jetzt ist.
 

Michael Meschke
GRENZÜBERSCHREITUNGEN
zur Ästhetik des Puppentheaters
1996, 168 S., Euro 20,00      
Bestell-Nr. 11-23

„Grenzüberschreitungen“ sind sowohl Programm als auch biographisches Element des in Schweden ansässigen Theatermannes Meschke. Er bringt seit den fünfziger Jahren die großen Stoffe der Weltliteratur auf die Bühne des Puppentheaters. Damit ist er noch heute Avantgarde. Sein Theater geht in die Tiefe, es ist Nahrung für Körper, Seele und Geist. In seiner „Ästhetik des Puppentheaters“ reflektiert Michael Meschke die Grundlagen seines Berufes. Michael Meschke zeigt anhand seiner Theaterarbeit auf, wie er die Ästhetik dieser Kunst mit ihrer Zwillingsschwester, der Ethik, verbunden sieht.

Ingrid Ramm-Bonwitt
Possenreißer im Puppentheater -
Die Traditionen der komischen Theaterfiguren
Bd. 2 der Reihe „Die komische Tragödie“
1999, 420 S., 300 Abb., gebundene Ausgabe,
Euro 24,90
                  
Bestell-Nr. 11-24

Die Autorin bietet auf über vierhundert Seiten ein reich illustriertes populärwissenschaftliches Kompendium über die komischen Figuren auf den Puppenbühnen und den Schattentheatern der Welt. Beispielhaft werden aus den Schwerpunktländern Italien, England, Frankreich und Rußland kurze Figurentheaterstücke vorgestellt. Der deutschsprachige Bereich wird nur kursorisch behandelt, da in dem Folgeband die „Lustigmacher" auf der deutschen Puppenbühne“ behandelt werden.

dto.
Der Lustigmacher
auf der deutschen Puppenbühne –  Die Traditionen der komischen Theaterfiguren - Band 3 der Reihe  “Die komische Tragödie”,
2000, 270 S.,
geb. Ausg.,
Euro 22,00
Bestell-Nr. 11-25

In diesem Buch wird die Entwicklung der komischen Figur auf den Bühnen des Handpuppen- und Marionettentheaters in Deutschland bis in die heutige Zeit hinein aufgezeichnet. Im Anhang behandelt die Autorin die Sonderform des Rheinischen Stockpuppentheaters. Zahlreiche Abbildungen und Beispiele charakteristischer Spieltexte runden das Bild ab.
 

Wolfgang Schneider / Dieter Brunner (Hg.)
Figurentheater - Das Theater für Kinder?
Mit Beiträgen von P. K. Steinmann, Gina Weinkauff, Ray Nusselein u.a., 1994,
82 S., Euro 12,00
                  
Bestell-Nr. 11-26

Die Veröffentlichung bringt die Ergebnisse einer Tagung, zu der sich Experten aus den Bereichen Kindertheater und Figurentheater (Puppentheater) am runden Tisch getroffen haben. Die hier vorgestellten Reflexionen begründen eine Auseinandersetzung um Bedingungen und Wirkungsweisen theatralischer Formen für Kinder. Die Diskussion zwischen Theatermachern aus den Bereichen des Kindertheaters, die mit oder ohne Puppen arbeiten, ist hiermit auf der Ebene von Buchveröffentlichungen eröffnet.

Aus dem Inhalt: Schauspieler und/oder Puppenspieler? - Ästhetische Aspekte eines Theaterberufes / Der Schauspieler hat es schwer, sich neben der Puppe zu behaupten / Zum Verstehen braucht man den Kopf - aber wir haben doch mehr als den Kopf
 

Eleonore Rapp
Die Marionette
in der deutschen Dichtung
Vom Sturm und Drang bis zur Romantik
Reprint der Ausgabe von 1924, 53 S.
Euro 9,00
Bestell-Nr. 11-27

Inhalt: Rationalismus und Marionette / Der junge Goethe Die übrigen Stürmer und Dränger / Die Entwicklung der Marionette zum Stilbegriff in der Frühromantik /  Die Marionette bei Heinrich von Kleist / Die jüngere Romantik
 

Horst Reimann
Siziliens kleines Volkstheater
Opera dei Pupi
, 1982, 136 S.
Euro 16,00
Bestell-Nr. 11-28
 

Günter Schnorr
Aspekte der Puppen- und Schattenspielforschung - Begriffe, Aufgabenbereiche, Methodik und Organisation, 2004, 20 S.,
Euro 6,00
Bestell-Nr. 11-29

Auch wenn man Schnorrs Ansatz heute kritisch gegenüber steht - jetzt seine Themen „mit ganz anderen Augen“ anschaut - zeigen die Gedankengänge des Autors dennoch wichtige Aspekte eines zeitgenössischen Wissenschaftsverständnisses auf. Mit der Neuedition von Schnorrs Schrift wird der Fachwelt ein wichtiger Basistext erneut zugänglich gemacht. Günter Schnorr (1917 – 1978) war neben seiner Tätigkeit als Bibliothekar ein Experte in allen Fragen, die das Puppen- und Schattentheater betreffen. Seine Aktivitäten führten zur Begründung der renommierten Schriftenreihe „Puppenspielkundliche Quellen und Forschungen“, die er mit Dr. Jürgen Klünder herausgab.

Peter Weitzner
Objekttheater - Zur Dramaturgie der Bilder und Figuren, Hg.: P. K. Steinmann, 1993, 100 S.,
Euro 10,00
                    
Bestell-Nr. 11-30

Das Objekttheater ist eine sehr junge Theaterform, die bisher in erster Linie auf Festivals seine Zuschauer gefunden hat. Es ist angesiedelt zwischen Bildender Kunst, Schauspiel und Figurentheater. Sein hervorstechendstes Merkmal: es ist schwer zu klassifizieren und zu beschreiben, aber es bietet sowohl für Theatermacher als auch für Theatergänger wirklich neue theatrale Sichtweisen und Überraschungsmomente. Dieses Buch versucht eine erste theoretische Annäherung.
 

Mascha Erbelding
„Mit dem Tod spielt man nicht...“
Funktion und Gestalt des Todes im Figurentheater des 20. Jahrhunderts,
2006, 154 S., Euro 16,00
Bestell-Nr. 11-31

„Mit dem Tod spielt man nicht…“  so ermahnt Kasper sein Kinder in Strindbergs Kasperliade – und spielt dem knochigen Gesellen gleich darauf selbst übel mit. Denn auf der Bühne und insbesondere auf der des Puppentheaters wird das Tabuthema Tod nicht mit Samthandschuhen angefasst. Die Konfrontation mit dem Tod wird zum Spiel: Wer einmal eine Aufführung von „Punch and Judy“ erlebt hat, könnte im Bezug auf den Tod vollkommen neue Aspekte bekommen. In dieser typisch englischen Spielart „unseres“ Kaspertheaters, schlägt Punch alle zusammen, die ihm an den Kragen wollen, den Räuber, den Polizisten, den Henker und zum Schluss auch noch den Tod. Punch lacht und wir lachen mit ! Natürlich gibt es im Zusammenhang von „Tod und Figurentheater“ noch weitaus mehr spannende und erhellende Aspekte als den des befreienden Lachens. Das hat Mascha Erbelding dazu bewogen, dieses Thema zum Gegenstand einer theaterwissenschaftlichen Publikation zu machen. In ihrer Arbeit behandelt sie „Funktion und Gestalt des Todes im Figurentheater des 20. Jahrhunderts“ im Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem „Schauspieler“-Theater (Craig / Jarry / Kantor / Maeterlinck / Schnitzler / Strindberg u.a.), die wiederum unter dem Einfluss der politischen-sozialen Entwicklungen und vor allem der beiden Weltkriege und der Shoah stehen. Dabei berücksichtigt sie auch die besondere Faszination, die die Puppe schon immer auf Künstler ausgeübt hat – ihr Oszillieren zwischen toter Materie und lebendigem Charakter. Aus dem Bereich des zeitgenössischen Figurentheaters werden in die Betrachtung eine Reihe von Bühnen einbezogen, die den Tod zum Thema gemacht haben, u. a. Neville Tranter (Stuffed Puppet Theatre, NL) und das Figurentheater Wilde & Vogel (D). Mit Mascha Erbeldings Buch ist ein mutiger Anfang gedacht, existenzielle Grundfragen im Zusammenhang mit Erscheinungsformen des Figurentheaters zu reflektieren, um so - einmal anders, als sonst üblich - eine Annäherung an ein problematisches Thema, wie es der Tod ist, zu finden.